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Sie arbeiten gemeinsam - seit wann? |
K: Seit Mitte des Grundstudiums in Berlin. |
Thomas Kaup und
Kai Wiegand im Gespräch |
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Immer gut? |
W: Eigentlich ja. |
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Schon während dieser Zeit haben Sie ein Büro gegründet? |
K: Aus unserem Projektstudium heraus haben wir zu viert begonnen und gleich einen Wettbewerbspreis gewonnen. |
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W: Wir beide sind als Kern geblieben. Weil wir gut zusammenarbeiten und die gleichen Themen verfolgen. |
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Ihre heutige Bürogrösse? |
K: Fliessend, zwischen 4 und 10. |
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Gibt es eine Rollenverteilung? |
K: Wir tun zwar oft das gleiche, von den charakterlichen Eigenschaften her sind wir sehr verschieden - wohl eine gute Grundlage... |
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Zuständigkeit und Arbeitsteilung - wie funktioniert das? |
W: Wir spielen uns die Bälle zu und wir ergänzen uns. Es ist im Büro üblich, sich die Arbeit zu übergeben. Mal bin ich am Anfang dabei, dann Herr Kaup und später wieder ich - oder umgekehrt. |
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Hat das Vorteile? |
W: Absolut. So können wir immer wieder alles aus einem Projekt herausholen, was drinnen steckt. Es ist immer wieder der frische Blick, die Überprüfung der Richtigkeit der Inhalte... Klar haben wir auch unsere Vorlieben... |
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K: Ich gebe gerne und häufig Impulse. Ich bin sprunghaft im Denken, knüpfe gerne Kontakte, heize an. |
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W: Ich bin in meiner Arbeit sehr strukturiert, bin gut im Verknüpfen von unterschiedlichen Problemfeldern. Ich bleibe kontinuierlich dran. Damit die Probleme am Schluss wirklich eine Lösung finden und das nicht nur anfangs behauptet wurde. |
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K: Er hält meine Versprechen... |
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Also doch getrennte Reviere... |
K: Nein, jeder erledigt alles. Wir schubsen uns gegenseitig immer wieder in Bereiche hinein, wo bisher der andere besser war... |
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W: Das tun wir bewusst, um unsere Fähigkeiten weiter zu vervollkommnen, unsere Technik zu verfeinern. Die Ansprüche an den Architekten als Generalisten sind heute so hoch, dass man sie als einzelne Person kaum erfüllen kann. Zu mehreren schon. Darüberhinaus hat der Bauherr so nicht mit Spezialisten zu tun, von denen der eine nicht weiss, was der andere tut. |
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W: Ausserdem wären wir sonst nicht in der Lage, mehr zu leisten als der Einzelne. Die interne Kritik muss funktionieren. Das geht nur, wenn der andere vollen Einblick in die Arbeit hat, Verantwortung trägt, etwas davon versteht und neue Ideen einbringen kann. |
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K: Das ist unsere generelle Arbeitsweise: das Spiel ist immer offen, im Büro gibt es keine klaren Rollen. |
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| W: Wir suchen immer wieder den unabhängigen Blick auf die eigene Arbeit. So erhöht sich das Niveau. Das ist uns wichtig. | |||||||||
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